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Im Formel-Rennwagen das Schalten gelernt

Im Formel-Rennwagen das Schalten gelernt

Mit bis zu 120 Stunden­kilometern jagt Benja­min Mazatis in seinem Kart über die Rennstrecke. Aber das ist dem 13-Jährigen noch nicht schnell genug: Sein erklärtes Ziel ist die For­mel 1. Vor Kurzem durf­te er zum ersten Mal in einem Formel-Auto fah­ren – dabei hatte er zu­vor noch nie eine Gang­schaltung bedient.

benjamin mazatis 2011 1 1 Benjamin Mazatis - Rennfahrer im GT- und Langstrecken-Motorsport
benjamin mazatis 2011 2 1 Benjamin Mazatis - Rennfahrer im GT- und Langstrecken-Motorsport

Schon mit drei Jahren saß Benjamin Mazatis vor dem Fernseher und verfolgte ge­spannt die Rennen seines großen Vorbilds Michael Schumacher in der Formel 1. Seit seinem sechsten Lebens­jahr heizt der Bruckmühler selbst über die Rennstrecken: Er fährt Kart, genau wie da­mals Schumacher. Und wie der siebenmalige Weltmeister hat auch er Talent.

Benjamin Mazatis will in die Formel 1. Erste Erfahrun­gen in einem Formel-Wagen hat er bereits gesammelt: Im Februar durfte das junge Talent ein Wochenende lang in Valencia einen Renn-Boliden testen, eingeladen wurde er von BMW Motorsport. Der junge Bruckmühler raste mit 140 PS und bis zu 230 Stundenkilometern über die Stre­cke, auf der eine halbe Stunde zuvor seine großen Idole aus der Formel 1 ihre Runden gedreht hatten. ,,Ich hatte schon etwas Panik“, sagt der 13-Jährige, ,,denn davor bin ich noch nie in einem Rennauto mit Schaltung gefahren.“

 Mazatis lernte aber schnell dazu. Nächster Schritt soll nun die Teilnahme am For­mel BMW Talent Cup sein, eine einjährige Ausbildung für Nachwuchstalente. ,,Das ist der Schlüssel zum großen Motorsport“, ist sich der jun­ge Rennfahrer sicher. Aller­dings ist die Ausbildung auch extrem teuer: Die Familie· Mazatis rechnet mit· knapp 200 000 Euro für das eine Jahr. Anfang 2012 soll es für den 13-Jährigen losgehen.

An Ehrgeiz mangelt es dem Nachwuchsrennfahrer nicht: Er hat einen Fitness­coach, mit dem er jede Wo­che trainiert – zusätzlich geht er täglich joggen. Kaum vor­stellbar, dass bei so viel Ein­satz noch Zeit für die Schule bleibt. ,,An Rennwochenen­den müssen die Hausaufga­ben schon mal im Auto oder um halb sechs Uhr morgens vor den Rennen gemacht werden“, sagt der Schüler, „denn sobald ich auf der Strecke bin, habe ich für al­les andere keinen Kopf mehr.“