Im Formel-Rennwagen das Schalten gelernt
Mit bis zu 120 Stundenkilometern jagt Benjamin Mazatis in seinem Kart über die Rennstrecke. Aber das ist dem 13-Jährigen noch nicht schnell genug: Sein erklärtes Ziel ist die Formel 1. Vor Kurzem durfte er zum ersten Mal in einem Formel-Auto fahren – dabei hatte er zuvor noch nie eine Gangschaltung bedient.
Schon mit drei Jahren saß Benjamin Mazatis vor dem Fernseher und verfolgte gespannt die Rennen seines großen Vorbilds Michael Schumacher in der Formel 1. Seit seinem sechsten Lebensjahr heizt der Bruckmühler selbst über die Rennstrecken: Er fährt Kart, genau wie damals Schumacher. Und wie der siebenmalige Weltmeister hat auch er Talent.
Benjamin Mazatis will in die Formel 1. Erste Erfahrungen in einem Formel-Wagen hat er bereits gesammelt: Im Februar durfte das junge Talent ein Wochenende lang in Valencia einen Renn-Boliden testen, eingeladen wurde er von BMW Motorsport. Der junge Bruckmühler raste mit 140 PS und bis zu 230 Stundenkilometern über die Strecke, auf der eine halbe Stunde zuvor seine großen Idole aus der Formel 1 ihre Runden gedreht hatten. ,,Ich hatte schon etwas Panik“, sagt der 13-Jährige, ,,denn davor bin ich noch nie in einem Rennauto mit Schaltung gefahren.“
An Ehrgeiz mangelt es dem Nachwuchsrennfahrer nicht: Er hat einen Fitnesscoach, mit dem er jede Woche trainiert – zusätzlich geht er täglich joggen. Kaum vorstellbar, dass bei so viel Einsatz noch Zeit für die Schule bleibt. ,,An Rennwochenenden müssen die Hausaufgaben schon mal im Auto oder um halb sechs Uhr morgens vor den Rennen gemacht werden“, sagt der Schüler, „denn sobald ich auf der Strecke bin, habe ich für alles andere keinen Kopf mehr.“

